Sitzprobleme beim Sport
Immer mehr Menschen treiben regelmäßig. Besonders junge Frauen wollen nach einer Schwangerschaft schnell wieder Ihre ursprüngliche Figur haben.
Einige Models und Schauspielerinnen haben es vorgemacht und sich schon wenige Wochen nach der Geburt eines Kindes knapp bekleidet in der Öffentlichkeit gezeigt.
Wenn dann beim Sport plötzlich Sitzprobleme auftreten, denkt man nicht sofort an Hämoriden.
Aber was sind Hämoriden und wie kann man sie verhindern?
Hämotiden hat jeder Mensch. Sie sind dafür zuständig, dem Organismus zu helfen, den gasförmigen und flüssigen Darminhalt zurückzuhalten.
Von Hämoriden sprechen wir erst dann, wenn krankhafte Veränderungen auftreten und sich die venösen Schwellkörper im Analkanal verändern. Das heißt, wenn sie jucken, bluten Schmerzen bereiten und damit den Stuhlgang erschweren.
Die Ursachen für die Veränderung kennen wir allen.
Verstopfung, sitzende Tätigkeit Übergewicht, ungesunde Ernährung und dadurch häufige Verstopfungen und harter Stuhlgang.
Auch und gerade durch eine Schwangerschaft wird die Bildung von Hämoriden begünstigt, da ein hoher Druck auf den Beckenboden lastet. Frauen sollten, schon aus diesem Grund nach der Geburt unbedingt eine Beckenbodengymnastik durchführen.
Nicht nur Hämoriden können beim Sport Sitzprobleme bereiten.
Auch Analfissuren oder Fisteln können die Ursache sein.
Analfissuren entstehen durch einen Teufelskreis. Zuerst hat man harten Stuhlgang, der Geweberisse verursacht.
Diese Geweberisse verursachen Schmerzen, denen man durch eine Verkrampfung der Schließmuskulatur begegnet. Durch die Verkrampfung wird das Gewebe schlechter mit
Blut versorgt und die Geweberisse können nicht heilen und entzünden durch Stuhlreste.
Aus Angst vor erneuten Schmerzen wird die Stuhlentleerung verzögert, und der Kreislauf beginnt auf der nächsten Stufe von vorn.
Bei Analfissuren sollte unbedingt eine ballaststoffreiche Ernährung den Heilungsprozess
unterstützen und ein Arzt aufgesucht werden.
Auch mit Abszessen im Analbereich, die ebenfalls beim Sport Sitzprobleme verursachen können, sollten Sie nicht spaßen.
Diese verursachen häufig ein Gefühl wie bei einer Grippe und verursachen große Schmerzen.
Abszesse im Analbereich gehören unbedingt in die Hand des Arztes.
Zurück zu der Hämoriden Hilfe.
Was können Sie tun, dass eine krankhafte Veränderung der Hämoriden gar nicht erst auftritt?
Zuerst sollten Sie, wie bereits beschrieben, zur Kräftigung des Beckenbodens regelmäßig eine Beckenbodengymnastik durchführen.
Bewegung bei denen Sie den Körper sich auf und ab bewegt stimulieren den Darm.
Dazu gehören: zum Beispiel Skilanglauf, Gymnastik, Schwimmen und Joggen.
Eine ausgewogene Ernährung, mit vielen Ballaststoffen ist ebenfalls eine Voraussetzung.
Stress Beziehungsprobleme Arbeitsüberforderung sind weiter wichtige Bausteine, die zu einer krankhaften Veränderung führen können.
Hat die gute Vorsorge nichts gebracht und die Hämoriden haben sich verändert unterscheidet man vier Stufen der Erkrankung:
1.Stufe: Die Hämoriden sind kaum ausgebildet und bluten selten und dann wenig.
2. Stufe: Die Hämoriden sind sichtbar vergrößert, schmerzen und bluten und treten bei der Stuhlentleerung aus dem After. Nach dem Pressen ziehen sie sich aber wieder zurück.
3. Stufe: Die Hämoriden können sich nicht mehr selbst zurückziehen, weil sie zu groß sind, können aber noch zurückgeschoben werden. Der After schließt nicht mehr sicher ab.
4. Stufe: Die Hämoriden können nicht mehr zurückgeschoben werden es kommt zu Entzündungen, die mit starken Schmerzen und Blutungen einhergehen. Es kann zu unfreiwilligen Stuhlabgang kommen.
Stufe eins kann noch mit Hausmitteln behandelt werden. Erfolg verspricht die Apfelsaftkur.
Hierbei trinken Sie jeden Morgen nüchtern 1/4Liter Apfelsaft naturtrüb oder Apfelmost.
Heiße Kompressen verschaffen Linderung, vor allem, wenn sie mit Schafgrabentee getränkt worden sind.
Dabei helfen erstens die Wärme und zweitens die Pflanze. Außerdem wird der After durch die Kompresse tiefgründig gereinigt.
Überprüfen Sie auch noch einmal Ihre Ernährung und gegebenenfalls stellen Sie diese um.
Sollen alle Maßnahmen nicht greifen, kann Ihnen nur der Arzt weiterhelfen, den Sie ab Stufe zwei sowieso aufsuchen sollten.
